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Pazifik-Atlantik: Mit Anna durch die USA
Pazifik-Atlantik: Mit Anna durch die USA

Die Frage ist ebenso häufig wie legitim: Wie kommt man eigentlich darauf, ausgerechnet mit einer gekauften, acht Jahre alten, 200.000 Kilometer gelaufenen, spritfressenden Polizei-Karre die USA 12.000 Kilometer weit hin und zurück zu durchqueren? Hätte es nicht auch was Kleineres getan? Warum kaufen und nicht mieten? Hertz habe doch so schöne und niegelnagelneue "Fun Cars" und "Prestige Cars". Rundum-Sorglos-Paket inklusive.
Und genau darin liegt die Antwort: Rundum sorglos ist langweilig. Wenn uns einer die Frage stellt ob wir lieber in einem nagelneuen Cadillac oder im ehemaligen Vehikel eines kalifornischen Mordkommissars unsere Runden drehen wollen, dann entscheiden wir uns für Letzteres. Und wenn wir die Wahl zwischen einem echten blubbernden V8 mit Heckantrieb und einem dieser neu-amerikanischen, eingedeutschten Japaner-Kopien mit vier Zylindern und Frontantrieb haben, dann ist für uns glasklar: Es muss das Original sein. Aber da wir keine Schrauber sind und Verantwortung für ein dreijähriges Kind (und unser Bankkonto) haben, fällt der 1969er Cadillac flach.
Und hier kommt der Ford Crown Victoria ins Spiel. Er ist der letzte der ausgestorbenen Gattung: der einzige "Straßenkreuzer" der noch gebaut wird und deshalb als gepflegter Gebrauchter gut zu bekommen ist. Alle anderen Hersteller haben die Limousinen in den 90ern auf Frontantrieb und weniger Zylinder umgestellt (und sich sowieso nur auf SUVs konzentriert). Nur die Polizei und das Taxigewerbe haben den Crown Victoria, der seit Anfang der 90er weitgehend unverändert gebaut wird, überleben lassen.